Hygiene-Richtlinie für Wettkämpfe in der Saison 2020/21

Nachfolgend findet sich die Hygienerichtlinie für den Wettkampfbetrieb im Rheinischen Fechter-Bund unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie. Wir bitten um Beachtung. 

+++ Achtung: Aufgrund der neuen Fassung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW vom 01. 10. 2020 befindet sich diese Hygienerichtlinie derzeit wieder in der Aktualisierung. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Wettkampfsport wiederzubeleben. (Stand: 03. 10. 20) +++


Hygienerichtlinie für den Wettkampfbetrieb im Rheinischen Fechter-Bund


1.    Einleitung

Aufgrund der  aktuell beschlossenen Maßnahmen der Coronaschutzverordnung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen scheint es nun auch möglich den Wettkampfbetrieb im Rheinischen Fechter-Bund in der Saison 2020/21 wieder aufzunehmen. Um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten, müssen verschiedene Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Diese Hygienerichtlinie dient als Grundlage für die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs. Sie wird regelmäßig evaluiert und entsprechend der gesetzlichen Vorgaben überarbeitet. Die Ausrichter der Turniere müssen eine Durchführbarkeit unter den folgenden Bedingungen prüfen und das Hygienekonzept, falls erforderlich, mit der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörde abstimmen.

2.    Allgemeines

a. Geltungsbereich:
Diese Hygienerichtlinie ist für alle Turniere des Rheinischen Fechter-Bunds verbindlich. Eine Anpassung an die lokalen Hygienerichtlinien in Rücksprache mit den zuständigen Gesundheitsämtern ist möglich. Es liegt im Ermessen des RFB vom örtlichen Organisator die Vorlage eines Hygienekonzeptes für das konkrete Turnier zu verlangen. Alle Turniere im Gebiet des RFB, die offiziell ausgeschrieben werden, auch solche, die nicht ranglistenrelevant sind, müssen durch die Vizepräsidentin für Sport genehmigt werden. Die zuständigen Kampfrichter-Observateure sind autorisiert die Einhaltung der Richtlinie zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden. Bei groben Verstößen kann der Kampfrichter-Observateur die Veranstaltung nach Rücksprache mit der Vizepräsidentin für Sport beenden.

b. Haftungsausschluss:
Der RFB übernimmt keine Haftung im Falle einer Infektion mit SARS-CoV2 sowie deren Folgen jedweder Art. Die Teilnahme an Wettkämpfen erfolgt auf eigene Gefahr. 

c. Personenobergrenze:
Aktuell dürfen Athlet*innen bei der Ausübung eines nicht-kontaktfreien Sports in geschlossenen Räumen maximal 29 direkte Kontaktpersonen ( -Gegner) haben. Zu allen anderen Sportler *innen muss der Mindestabstand von 1,5 m gewahrt werden  Die Teilnehmenden der einzelnen Wettbewerbe dürfen sich auf der Wettkampffläche nicht durchmischen und müssen räumlich oder durch eine klar erkennbare Absperrung getrennt werden. Das Betreten der Sportanlage ist maximal 300 Zuschauenden gestattet. Der Aufenthaltsbereich für das Publikum muss von dem für Sportler*innen streng getrennt werden.

d. Startgelder:
Zur Unterstützung der örtlichen Veranstalter sowie der Deckung der zusätzlichen Kosten für die notwendigen Hygienemaßnahmen bei Turnieren mit mehreren Wettbewerben, empfiehlt der RFB eine Erhöhung des Startgelds pro Fechter um maximal 5,00€ auf 17,00€ (gilt sowohl bei Vorabüberweisung als auch bei Zahlung vor Ort). Bei Turnieren mit nur einem Wettbewerb pro Tag beträgt das Startgeld wie gehabt 12€. Bei Stellung der Kampfrichter *innen durch den Ausrichter kann das Startgeld auf 20€ erhöht werden. Die Kampfrichter *innen sind entsprechend zu entlohnen.


3.    Anmeldung und Akkreditierung

a. Die Meldung zu den Turnieren des RFB erfolgt online über das OphardtMeldesystem.
Folgende Personen erhalten Zugang zum Wettkampfbereich: Fechter *innen, Betreuende, Kampfrichter* innen, Offizielle, Techniker *innen, sowie freiwillige Helfer vor Ort. Eltern und Zuschauende dürfen die Wettkampffläche nicht betreten.

b. Die Anzahl an Betreuenden, die zu einem Wettkampf zugelassen sind, richtet sich nach Anzahl der teilnehmenden Fechter *innen eines Vereins.
i. für 1-3 Fechter *innen je Verein kann ein Betreuender zugelassen werden  
ii. für 4-6 Fechter*innen je Verein können 2 Betreuende zugelassen werden
iii. für 7-10 Fechter *innen je Verein können 3 Betreuende zugelassen werden  
iv. für mehr als 10 Fechter*innen je Verein können 4 Betreuende zugelassen werden 
Als Betreuende gelten hierbei jegliche Begleitung wie Trainer *innen, Physiotherapeut*innen, medizinisches Personal. Pflichtkampfrichter*innen sowie Offizielle sind von dieser Regelung ausgenommen.

c.Für alle Turniere im Gebiet des Rheinischen Fechter-Bunds muss die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Dazu erfolgt an jedem Wettkampftag die Anmeldung aller Personen, die die Wettkampfstätte betreten. Diese umfasst die Erfassung von Name, Adresse, Telefonnummer, und dem Zeitraum des Aufenthalts 
Des Weiteren kann ein Fragebogen zum aktuellen Gesundheitsstatus und Infektionsrisikos abgefragt werden. Diese Daten werden für vier Wochen sicher verwahrt und im Anschluss datenschutzkonform vernichtet. Fragebögen sind wahrheitsgemäß zu beantworten 

d. Die Anmeldung erfolgt vor Betreten der Wettkampfstätte. Bei der Anmeldung ist ein Mindestabstand von 2 m zu wahren. Bei der Anmeldung kann zugleich die Passannahme und das Kassieren der Startgelder der Athleten*innen durchgeführt werden. Im Falle einer Auffälligkeit bei Beantwortung des Fragebogens ist unmittelbar ein Verantwortlicher des TD zu benachrichtigen. Dieser entscheidet dann in Rücksprache mit dem zuständigen ärztlichen Dienst des Turniers und der Vizepräsidentin für Sport ob die Teilnahme am Wettkampf bzw. der Einlass in die Wettkampfstätte möglich ist. Bei Abweisung ist eine erneute Vorstellung am gleichen Tag nicht zulässig. An jedem Wettkampftag erfolgt die erneute Anmeldung 

e. Beim Verlassen der Wettkampfstätte erfolgt entsprechend eine Abmeldung, bei welcher der Zeitpunkt des Endes des Aufenthalts notiert wird.

f. Personen, die als Zuschauende zur Wettkampfstätte zugelassen werden, werden entsprechend markiert. Sie dürfen den Wettkampfbereich nicht betreten.


4.    Abstandsregelung und Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

a. Jede sich in der Wettkampfstätte befindende Person muss zu jeder Zeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und den Mindestabstand von 1,5 m einhalten. Davon ausgenommen sind:

- i. Personen, die aus medizinischen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Eine entsprechende schriftliche Bescheinigung muss mitgeführt werden und auf Nachfrage vorgelegt werden können  
- ii. Die Sportler*innen während der sportlichen Betätigung  
- iii. Betreuende während des Lektionierens  
- iv. Kampfrichter*innen im Rahmen des aktiven Wettkampfgeschehens.
- v. Mitglieder des technischen Direktoriums während ihrer Arbeit am Sitzplatz  
- vi. Teilnehmende der Siegerehrung (s. Abschnitt 4.2.c).
- vii. Gäste der Cafeteria ausschließlich während sie am Tisch sitzen 

b. In allen Warteschlangen muss der Mindestabstand von 1,5 m gewährleistet werden. In den Schlangen vor der Anmeldung, Passannahme, Materialkontrolle und Cafeteria, sowie weiteren Bereichen mit vorhersehbarer Bildung von Warteschlangen, sollen Markierungen auf dem Boden den jeweiligen Abstand von 1 m zur Person davor kennzeichnen.

c. Während der Materialkontrolle ist der Mindestabstand von 1,5 m auch bei Aushändigung des Materials einzuhalten. Mitarbeiter müssen einen Mund-NasenSchutz und Einmalhandschuhe tragen.

d. Der Zutritt zum Technischen Direktorium ist nur Offiziellen unter Einhaltung des Mindestabstands gestattet. Eine Kontaktstelle für Anfragen und Anliegen von Sportler*innen oder Betreuenden muss unter Wahrung des Mindestabstands von 1 m vor dem TD eingerichtet werden.

e. In Umkleiden und Duschen dürfen sich nur so viele Personen gleichzeitig aufhalten, wie es unter Wahrung des Mindestabstands möglich ist. Die Maximalzahl ist vor Beginn des Wettkampfs zu ermitteln und durch Beschilderungen an den Zugängen zu Umkleiden und Waschräumen zu kommunizieren. Die mehrfach tägliche Reinigung der Umkleiden und Sanitäranlagen muss durch den Veranstalter sichergestelIt werden.


4.1 Abstandsreqelunqen auf der Wettkampffläche

a. Auf der Wettkampffläche sind ausschließlich folgende Personen zugelassen: Fechter*innen, Offizielle, die aktuell ins Wettkampfgeschehen involviert sind, Betreuende dieser Fechter, medizinisches Personal, Techniker *innen und Hilfspersonal. Die Betreuung eines Fechters oder einer Fechterin kann immer nur durch eine Person gleichzeitig erfolgen 

b. Fechter *innen und Betreuende, deren Wettbewerbe nicht innerhalb der nächsten Stunde beginnen, bereits beendet sind oder die bereits ausgeschieden sind, dürfen die Wettkampffläche nicht betreten. Es wird empfohlen die Wettkampfstätte nach Ausscheiden aus dem Wettkampf so bald wie möglich zu verlassen.

c. Die Wettkampffläche muss baulich oder durch Abtrennungen von dem Rest der Wettkampfstätte getrennt werden. Der Zugang zur Wettkampffläche muss kontrolliert werden 

d. Die einzelnen Wettbewerbe müssen durch entsprechende Abtrennungen voneinander getrennt werden und dies deutlich sichtbar gekennzeichnet werden  Die jeweiligen Athlet*innen dürfen sich hier nicht durchmischen, um die Anzahl der direkten Kontakte eines Sportlers oder Sportlerin möglichst gering und im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu halten 

e. Zwischen den Fechtbahnen muss ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden. Die Fechtbahnen müssen außerdem so verlegt werden, dass der oder die Kampfrichter *in zu jeder Zeit einen Abstand von 1,5 m zu allen anderen Personen einhalten kann. Einzige Ausnahme ist eine Situation, in der zwei Kampfrichter *innen rückseitig zueinander stehen. Hier ist ein Abstand von 1 m ausreichend 

f. Die Materialkontrolle vor Beginn der Runde/ Gefechte erfolgt unter Einhaltung des Mindestabstands 

g. Für die Waffenprobe muss der oder die Kampfrichter *in einen Mund-Nasen-Schutz tragen und vermeiden die Ausrüstung der Sportler *innen zu berühren. Die Fechter *innen dürfen die Prüfutensilien nicht eigenhändig benutzen 

h. Das Händeschütteln nach Beenden des Gefechtes entfällt und wird durch das Abgrüßen an der Startlinie ersetzt.

i. Die Kontrolle der Ergebnisse im Tableau entfällt. Stattdessen besteht nach jedem Durchgang eine 10-minütige Einspruchsfrist, während derer die Ergebnisse digital oder als Ausdruck ausgehangen werden. Während der Kontrolle der Ergebnisse muss der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden und ein Mund-NasenSchutz getragen werden.

j. Kampfrichter *innen müssen Gefechtszettel und Tableau getrennt abgeben. Das Tableau muss vor erneuter Benutzung mindestens mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger, oder besser, einem Desinfektionsmittel, gereinigt werden. Prüflehren und Prüfgewichte sind ebenfalls mit dem Tableau zu retournieren und zu reinigen bzw. desinfizieren. Alternativ können den Kampfrichtern auch Tableaus, Kugelschreiber, Gewichte und Prüflehren für die gesamte Zeit ihrer Tätigkeit ausgehändigt werden, sofern hiervon genug für alle Kampfrichter vorhanden sind.

k. Es wird empfohlen, einen Aufenthaltsraum für Kampfrichter *innen und Offizielle, für Zeiträume in denen diese nicht im Einsatz sind, zur Verfügung zu stellen.


4.2 Abstandsregelungen in öffentlichen Bereichen

a. Offentliche Bereiche der Wettkampfstätte sind alle Bereiche zu denen jedem der Zutritt möglich ist 

b. In allen öffentlichen Bereichen ist ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten und ein Mund -Nasen-Schutz zu tragen 

c. Auf Tribünen oder Sitzvorrichtungen müssen Sitzgelegenheiten in 1,5 m Abstand zueinander positioniert werden. Gegebenenfalls vorhandene, überflüssige Sitzgelegenheiten müssen deutlich sichtbar gesperrt werden 


4.3 Siegerehrungen

a. Während der Siegerehrungen muss der Mindestabstand von 1,5 m gewahrt werden. Händeschütteln, sowie jeder weitere Kontakt zwischen allen Beteiligten der Siegerehrung, entfällt 

b. Die Ubergabe von Preisen und Geschenken erfolgt über ein Tablett, das nach jedem Gebrauch desinfiziert werden muss.

c. Die zu ehrenden Fechter *innen müssen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die ehrenden Offiziellen müssen während der Siegerehrung einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 



5.    Cafeteria und Verkaufsstände

Das Angebot einer Cafeteria ist unter folgenden Auflagen möglich:

a. Zwischen einzelnen Tischen muss mindestens ein Abstand von 1,5 m eingehalten werden. Zwischen den Tischen und den Bewegungsräumen des Cafeteriapersonals muss ebenfalls ein Abstand von mindestens 1,5 m eingehalten werden 

b. In der Warteschlange müssen die Mindestabstände von 1,5 m auf dem Boden durch Markierungen gekennzeichnet werden. Lebensmittel sollten außerdem in mind. 1,5 m Entfernung von den Kunden oder hinter einer Plexiglasscheibe ausgestellt werden 

c. Selbstbedienung ist ausschließlich dann gestattet, wenn die Gäste sich vor der Nutzung an bereitgestellten Desinfektionsmittelspendern die Hände desinfizieren und einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

d. Auf den Tischen dürfen keine Gebrauchsgegenstände (z.B. Salzstreuer o.ä.) liegen.

e. Tische und Stühle müssen nach jedem Kontakt mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger gereinigt werden 

f.  Das Cafeteriapersonal und Service mit Kontakt zu Gästen muss zu jeder Zeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen. In der Zubereitung der Speisen und Getränke sind außerdem Einmalhandschuhe zu tragen.

g. Nach Kontakt zu Bargeld müssen die Handschuhe, vor einem Kontakt zu Speisen und Getränken, gewechselt werden. Optimalerweise erfolgt die Ausgabe der Speisen und Abrechnung durch verschiedene Personen.

h. Nach jedem Abräumen von Geschirr muss das Personal die Hände waschen und desinfizieren. Alternativ kann Einmalgeschirr genutzt werden, welches die Gäste selbst in dazu zu Verfügung stehenden Abfalleimern entsorgen können.
Das Cafeteriapersonal muss sich auch ohne Kontakt alle 30 Minuten die Hände waschen und desinfizieren.

j. Für Verkaufsstände gilt ebenso die Einhaltung des Mindestabstands in Warteschlangen und während des Einkaufs. Personal mit Kundenkontakt muss Einmalhandschuhe tragen. Sämtliche Personen am Verkaufsstand müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Anprobe von Kleidung sollte nur sofern zwingend erforderlich erfolgen.



6.    Medizinische Versorgung

a. Die medizinische Versorgung von Teilnehmenden ist unter Angabe von Namen und Behandlungszeitraum zu protokollieren.

b. Arztliches Personal und Patient*in müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen 

c. Bei dringendem Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV2 ist eine sofortige räumliche Isolation dieser Person durchzuführen. Der örtliche Veranstalter und der oder die Wettkampfmanager*in/ TD entscheiden dann über eine Fortführung bzw. einen Abbruch des Wettkampfs.



7.    Sonstige Hygienemaßnahmen

a. Die Bereitstellung eines Desinfektionsmittels erfolgt durch den örtlichen Organisator.

b. Spender mit Desinfektionsmittel müssen in folgenden Bereichen zur Verfügung gestellt werden:
- i. Am Eingang zur Wettkampfstätte im Bereich der Anmeldung und Akkreditierung.
- ii. In den Sanitäranlagen und Umkleideräumen
- lii. Im TD und Aufenthaltsräumen für Offizielle  
- iv. An sämtlichen Zugängen zur Wettkampfstätte.
- v. Im Bereich der Cafeteria und allen anderen Verkaufsständen.

c. Die Versorgung mit Seife und Desinfektionsmittel in den Sanitäranlagen und Umkleiden ist zu jeder Zeit sicherzustellen.

d. Viel genutzte Bereiche, wie Toiletten, Waschräume und Türklinken, müssen in regelmäßigen Intervallen mehrmals täglich gereinigt werden.

e. Eine gute Frischluftdurchlüftung der Wettkampfstätte ist zu jeder Zeit sicherzustellen.


Gez. Lara Braun
VP Sport


Verknüpfte Dokumente 
______________________________________________